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Verbraucherzentrale: Apps mit Nutzen sollen Verordnungsfähig werden!

Gesundheits-Apps weisen häufig Mängel auf, so das Ergebnis einer Untersuchung der Verbraucherzentrale. Experten fordern ein Qualitätssiegel.

 

Nordrhein-Westfalens Verbraucherzentrale testete 17 Apps, die Schmerzen am Rücken oder den Gelenken zu lindern versprachen. Nur 4 von 11 Apps, die sich an Patienten mit Arthrose oder Rheuma richteten, weisen auf eine ärztliche Abklärung hin und nennen die fachlichen Quellen. Alle Kriterien erfüllt jedoch keine App, dabei haben die Tester lediglich 4 Aspekte zugrunde gelegt:

 

  • Nennung eines Zwecks,
  • Erkennbarkeit der Zielgruppe,
  • Verweis auf notwendige ärztliche Abklärung bei Symptomen oder Beschwerden und
  • Nennung der Quelle für die fachlichen Angaben und Funktionen der Anwendung.

 

Verbraucherzentralen-Vorstand Wolfgang Schuldzinski weist darauf hin, dass die Anwendung der Apps mehr schädigen kann als nützen, wenn die einzelnen Apps keinen verlässlichen und medizinisch fundierten Standard auf- und nachweisen würden. Die Verbraucherzentralle appelliert an den Gesetzgeber verbindliche Informationspflichten festzulegen und fordert ein Augenmerk auf die Nennung des Zwecks zu legen sowie Gesundheits-Apps qualitativ zu kennzeichnen. Medizin-Apps mit nachgewiesenem Nutzen sollen außerdem verordnungs- und erstattungsfähig sein.

 

 

Quelle: aerztezeitung.de 

 

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